Einzelbaumstabilität!  
  
Behauptung:  
  • Im schweizerischen Mittelland stehen zu hohe, zu schlanke, zu wenig vitale Bäume im Wald. 
  
Feststellung:  
  • Ist es nicht erstaunlich wie grosskronige Fichten und viele andere Baumarten im Freiland erst "Lothar" und dann auch die Dürre- und Hitzejahre z.B. 2003 überstanden haben? - Nein, ist es natürlich nicht!
  • Man frägt sich auch, warum, mit Ausnahme der Eibe, im Freiland die Bäume dicker und älter werden als im Wald. Dicker werden sie schneller wegen der grossen Krone; und älter wegen der höheren Vitalität.
  
Der Grund:  
  • Die grosskronigen Bäume sind abholzig mit h/d-Verhältbissen 30 oder 40. ausserdem haben sie einen tief liegenden Schwerpunkt, sodass keine Wippbewegungen das Feinwurzelsystem zerstören. Die grossen Kronen induzieren auch ein entsprechendes Wurzelwerk, das nicht nur eine hohe mechanische Stabilität garantiert sondern auch teifere, wasser- und nährstoffreichere Bodenschichten aufschliesst.
  • Dicker werden die Bäume schneller wegen der grossen Krone; und älter wegen der höheren Vitalität. Diese steht in direktem Zusammenhang mit der Grösse der Kronenpberfläche.
  
Das Ziel:  
  • Ziel wäre im Wald vitale Bäume zu haben, welche mechanisch und biologisch möglichst stabil sind, rasch dick werden, um das Risiko zu minimieren und einen mindestens 6 Meter langen, qualitativ hochwertigen astfreien Stamm produzieren.
  
Zielführendes Vorgehen:  
  • Statt wie entsprechend der Ertragstafel 100 Bäume pro Hektare finden nur deren 40 mit Durchmesser 15 Meter Platz. Im Im Dauerwald sind es um 400 Bäume aller Stufen pro Hektare und im schlagweisen Hochwald im durchschnitt zwischen 1'500  und 2'000 Stück. Bei Erreichen der astfreien Stammlänge, soll der grüne Kronenansatz nicht mehr nach oben geschoben werden!
    Die fixen 5-6-jährigen Umläufe im dauerwald verhindern, dass Eingriffe verpasst werden.
  

Fazit:

  
  • Die Werterhaltung der Bestände hängt von der Einzelbaum-Stabilität ab und diese wiederum von der Vitalität, welche ihrerseits in Beziehung zur Kronenoberfäche steht. Die Krone ist die "Energiezentrale" des Baumes. Die Klimaänderung erheischt noch mehr als bisher vitale Bäume - also an die Arbeit.
  
   
   
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